06 - 04 - 2020

Von Niederbachem nach Sinzig (12. Juli 2013)

Ich beende heute meine Dienstzeit etwas früher, um eine weitere Etappe des Linksrheinischen Jakobsweges abzugehen. Mit dem Bus fahre ich zum Bonner Hauptbahnhof, wo ich noch eine mögliche Wegvariante der vorherigen Etappe überprüfe. Anschließend nehme ich den Zug nach Mehlem, von dort geht es mit dem Bus nach Niederbachem. Nach einer guten Stunde habe ich meinen Startpunkt endlich erreicht. An der St. Gereon-Kirche geht es schließlich los. Das erste Stück Weg führt mich aufwärts zum Ortsausgang, jetzt auch endlich mit der üblichen gelben Jakobsmuschel auf blauem Grund markiert. Auf einer Kreuzung befinden sich eine Basaltstele und ein Hinweisschild zum Rolandsbogen. Hier beginnt auch das  Naturschutzgebiet Rodderberg. Ich gehe auf dem äußeren Kamm des erloschenen Vulkankegels entlang und komme zum Heinrichsblick, der historischen Richtstätte von Mehlem, und habe einen wunderschönen Ausblick auf das gegenüber liegende Siebengebirge.

Von Bonn nach Niederbachem (28. Juni 2013)

In den nächsten Wochen werde ich freitags auf dem Linksrheinischen Jakobsweg unterwegs sein. Das passt ganz gut von den Streckenlängen und dem mir zur Verfügung stehenden Zeitansatz. Die nördlichen Etappen kann ich gut von meiner Dienststelle in Bonn erreichen. Heute steht der Abschnitt von Bonn nach Niederbachem an. Eigentlich war angedacht, mit dem Bus zum Hauptbahnhof zu fahren, doch meistens kommt es anders… Mein Kamerad Thomas macht mir das Angebot, mich auf seinem Heimweg mit dem Auto mitzunehmen und am Bahnhof abzusetzen. Dadurch spare ich eine gute halbe Stunde Zeit. Vom Bahnhof gehe ich unmittelbar zum Bonner Münster. Dort hat erst vor ein paar Minuten im Hochchor das Mittagsgebet begonnen, dem ich, allerdings in einer unteren Bank sitzend, noch folge. Auf Nachfrage bei einer Aufsicht werde ich für den Empfang des Pilgerstempels in den Münsterladen geschickt. Diesen erreiche ich durch einen Seiteneingang, muss aber zunächst den Kreuzgang durchqueren, den ich mir natürlich auch noch gerne ansehe. Im Laden bekomme ich den Stempel und ein Faltblatt mit Informationen zum Jakobsweg in Bonn.

Von Köln nach Bonn (17. Mai 2013)

Vor einigen Wochen haben wir am Deutschen Eck in Koblenz den Linksrheinischen Jakobsweg eröffnet. Nun ist es an der Zeit, diesen Weg unmittelbar vor der Haustür auch zu gehen. Ich war zwar am Rande an der Etappenplanung beteiligt und habe den Flyer dazu entworfen, aber leider kenne ich die Strecken noch gar nicht und soll einen Pilgerführer schreiben. Außerdem kann ich die Gelegenheit nutzen, ein paar Überstunden abzubauen und einen Trainingsmarsch für die kommende Pilgertour in Frankreich zu absolvieren. Wie immer, wenn ich zum Tagespilger auf heimischen Jakobswegen werde, stehe ich früh auf, um einen der ersten Züge am Koblenzer Hauptbahnhof zu bekommen. Nach dem Herrichten des kleinen Tagesrucksacks habe ich die üblichen zwei Kilometer bis zum Bahnhof vor mir. Das Zugticket hatte ich bereits vorab im Internet gebucht und ausgedruckt. In der Bahnhofsbuchhandlung besorge ich mir zwei Moleskine-Notizheftchen, in denen ich zukünftige Pilgerstempel sammeln werde.