13 - 12 - 2017

Von Elmstein-Iggelbach nach Trippstadt-Unterhammer (10. Mai 2012)

Auch heute ist das Frühstück sehr gut, es lässt nichts zu wünschen übrig. Jörg und ich packen unsere Sachen zusammen und werden zum Hotel der anderen Teilnehmer gefahren. Bevor es mit dem Wandern losgeht, gilt die Aufmerksamkeit unserer Morgenandacht mit Gesang und Gebet. Leider verabschieden wir schon wieder eine Teilnehmerin, die nicht mehr weitergehen kann. Wir haben bereits gestern Abend entschieden, nicht wieder nach Elmstein zu verlegen und dort im Tal zu laufen, sondern eine Abkürzung durch den Wald zu nehmen. Nachdem wir Iggelbach mit einem wunderschönen Ausblick verlassen, tauchen wir in ein Waldgebiet ein. Es geht beständig bergan bis zu einem Parkplatz an der K 17. Dort werden wir von Jörg B. mit dem Versorgungsfahrzeug überrascht und tauschen noch einmal die leeren Getränkeflaschen gegen volle aus. Dann verpassen wir nur wenige Schritte weiter den eigentlich ausgewählten Weg, der uns bis nach Erlenbach bringen sollte. Erst sehr viel später bemerken wir, dass wir in die falsche Richtung laufen. Hier haben wir aber keine Verbindung mit dem iPhone ins Internet und können daher nicht feststellen, wo wir tatsächlich sind. Wir laufen weiter in nördliche Richtung und erreichen schließlich den Weiler Speyerbrunn. Hier befindet sich übrigens die Quelle des Speyerbachs. Leider ist die dortige Kirche verschlossen und so folgen wir den hier wieder vorhandenen Jakobsmuscheln.

Von Haßloch nach Elmstein (9. Mai 2012)

Der heutige Tag beginnt mit einem guten Frühstück. Anschließend verpacken wir unsere Ausrüstung sorgfältig im Rucksack, denn Jörg und ich tragen unser gesamtes Gepäck auf dem Rücken. Wir nutzen diese Pilgerrüstzeit als Training für unsere Pilgerwanderung in Frankreich in zwei Wochen. Die anderen haben die Möglichkeit, ihre Sachen im Begleitfahrzeug zur nächsten Unterkunft fahren zu lassen. Leider wird uns heute ein Teilnehmer verlassen, da er sich gestern zahlreiche Blasen gelaufen hat und ein Weitergehen unmöglich ist. Nach der Morgenandacht machen wir uns auf den Weg. Der Himmel zeigt sich heute bewölkt, es ist auch noch etwas frisch. Wir wandern zunächst ein gutes Stück durch Wald und erreichen die A 65, die wir überqueren. Wir passieren bald einen jüdischen Friedhof und gelangen über die „Konrad-Adenauer-Straße“ ins Zentrum von Neustadt an der Weinstraße. Während die anderen sich in einem Straßencafé niederlassen, machen sich Jörg und ich auf die Suche nach einer Stempelstelle für unsere Pilgerausweise. Die Stiftskirche am historischen Marktplatz ist aufgrund von Renovierungsarbeiten für den Besucherverkehr nicht zugänglich. Jedoch zwei Ecken weiter finden wir das katholische Pfarramt St. Marien. Gerne drückt man uns dort das schöne Pfarrsiegel in die Pilgerdokumente. Nach der Rückkehr zu unserer Gruppe verabschiedet sich ein weiterer Teilnehmer wegen Blasen. Da waren es nur noch elf…

Von Speyer nach Haßloch (8. Mai 2012)

Nachdem wir in den letzten Jahren auf dem Lahn-Camino und dem Jakobsweg Rheinhessen mit der evangelischen Militärseelsorge unterwegs waren, wird auch in diesem Jahr vom Mainzer Militärpfarramt eine Pilgerrüstzeit angeboten, und zwar auf der Nordroute der Pfälzer Jakobswege. Um 7.06 Uhr fährt mein Zug vom Koblenzer Hauptbahnhof nach Mainz, dort muss ich umsteigen und mit der S-Bahn bis nach Mainz-Gustavsburg weiterfahren. Hier werde ich von meinem Kameraden und Pilgerbruder Jörg abgeholt, der aus Richtung Darmstadt nach Mainz fährt. Kurz darauf erreichen wir das Militärpfarramt und werden bereits von einigen bekannten Gesichtern erwartet. Aus den letzten Jahren sind wieder Ralf und Michael dabei. Besonders freuen wir uns auf das Wiedersehen mit Militärpfarrer Alexander und seinem Pfarrhelfer Jörg B. Wir verpacken unsere Ausrüstung in die bereitstehenden Fahrzeuge und machen uns auf den Weg nach Speyer.